Dieses Projekt von «Chesed-Rachamim» in Minsk richtet sich an Menschen mit psychischen und physischen Einschränkungen. Fachpersonen für Sozialarbeit und Psychologie – sie heissen bei Chesed «Kuratorinnen» – besuchen sie einmal pro Woche zuhause und arbeiten kreativ mit ihnen. Vor allem ältere Personen, die nicht mehr mobil sind, nehmen das Angebot gerne in Anspruch. Das Projekt existiert seit ungefähr 15 Jahren. Die AJS unterstützt es seit 2012 finanziell.

Die handwerklichen und künstlerischen Arbeiten richten sich nach den individuellen Fähigkeiten der Teilnehmenden. Das kreative Schaffen wirkt sich dabei positiv auf ihr Selbstwertgefühl aus. Sie fühlen sich integrierter in die Gemeinschaft, ihre Arbeiten werden im Chesed-Zentrum ausgestellt und bewundert. Zudem veranstaltet «Chesed» mindestens einmal im Jahr – meist an einem jüdischen Feiertag – einen geselligen Anlass mit Verpflegung und Spezialprogramm. Den Hin- und Rücktransport organisiert das Zentrum.

Die meisten Teilnehmenden erwarten die wöchentlichen Besuche sehnsüchtig und empfinden ihre Betreuerinnen als wichtige Bezugspersonen. Die kreative Arbeit und der Austausch sind zu einem unverzichtbaren Bestandteil ihres Lebens geworden. Dies stellen wir bei unseren Besuchen immer wieder fest, wenn sie uns mit Stolz ihre liebevoll erarbeiteten Sachen zeigen. Auch das warmherzige Engagement der Betreuerinnen beeindruckt uns.