Nachhaltige Hilfe ist nur über enge Kontakte vor Ort möglich. Das haben wir während unserer langjährigen Tätigkeit in Weissrussland erfahren. Nur die Fachpersonen vor Ort kennen die Nöte der einzelnen Menschen und wissen, was in welcher Situation Linderung verschaffen und zu Selbsthilfe führen kann. Wir sind deshalb froh, kompetente Partner gefunden zu haben: das jüdische Zentrum «Chesed-Rachamim» in Minsk und die «Union of Belarussian Jewish Organizations and Communities» UBJOC.

Das «Chesed»-Zentrum entstand 1994. Es ist heute eine wichtige soziale und kulturelle Organisation mit Sozialarbeiterinnen, Psychologen, Betreuerinnen, pädagogischen Fachpersonen sowie vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern. Sie betreuen bedürftige Menschen meist jüdischen Glaubens (das kann nicht immer festgestellt werden und ist deshalb kein Ausschlusskriterium). Insbesondere bei der Betreuung von Menschen mit Behinderungen, die in Weissrussland am Anfang steht, leisten sie Pionierarbeit. Das Zentrum zählt rund 300 Mitarbeitende und 150 Freiwillige und betreut rund 5500 Menschen in und um Minsk.

Wir konzentrieren uns auf spezifische Projekte für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen. Diese Projekte unterstützen wir regelmässig finanziell. Einzelne Kinder und Jugendliche bzw. ihre Familien unterstützen wir einmalig mit finanziellen Beträgen. «Chesed» als Ganzes wird übrigens massgeblich von «Joint» (American Jewish Joint Distribution Committee) finanziert. Unsere Beiträge bilden für die einzelnen Projekte einen wichtigen Teil des Budgets.

Für die Unterstützung der jüdischen Kleingemeinden verlassen wir uns auf die Kenntnisse und die Auswahl der Union UBJOC. In dieser Dachorganisation sind alle Kleingemeinden vertreten. Wir möchten damit auch ihre Selbstorganisation stärken.