Die AJS ist ein Verein aus engagierten Schweizer Jüdinnen und Juden und zugewandten Personen. Wir leisten vorwiegend humanitäre Hilfe in Weissrussland und unterstützen Kleingemeinden beim Wiederaufbau des jüdischen Lebens. In den bald vierzig Jahren Engagement hat sich die Form der Unterstützung immer wieder verändert.

Die Gründung 1979 und die ersten zehn Jahre der AJS waren politisch motiviert: Die «Aktionsgemeinschaft für die Juden in der Sowjetunion», wie sie damals hiess, machte auf die schwierige Situation der Jüdinnen und Juden hinter dem eisernen Vorhang aufmerksam – insbesondere auf die Lage der «Refusniks», denen die Ausreise verboten war.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion konzentrierte sich die AJS auf Weissrussland und änderte ihren Namen. Aus einer vorwiegend politischen Organisation wurde ein humanitärer Verein. In dieser Phase organisierte die AJS Hilfstransporte mit Kleidern, Medikamenten und Lebensmitteln, denn die jüdische Bevölkerung litt unter der sich rapid verschlechternden Wirtschaftslage.

Nach 2007 änderten wir unseren Fokus aufgrund der Bedürfnisse nochmals: Die Unterstützungsangebote des weissrussischen Staates für Erwachsene mit Behinderungen waren, wie in vielen osteuropäischen Ländern, noch in den Anfängen. Das traf leider auch auf die Ausbildung der Betreuungspersonen zu. Deshalb unterstützten wir vorwiegend solche Projekte und förderten die Ausbildung der Fachpersonen in speziellen Seminarien.
Seit 2013 konzentrieren wir uns auf die Ausbildung der Volontärinnen unserer Partnerorganisation «Chesed-Rachamim» in Minsk. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Unterstützung jüdischer Kleingemeinden über die «Union of Belarussian Jewish Organizations and Communities».